Andreas Ras MSc

Oralchirurgie Implantologie Zahnmedizin
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Verfärbte

Zähne

lassen

sich

-

je

nach

Ursache

-

mit

unterschiedlichen

Verfahren

aufhellen;

dies

wird

als

Bleichen

bzw.

Aufhellen

bezeichnet.

Hierfür

werden

derzeit

fast

ausschließlich

Mittel

verwendet,

die

durch

Abspaltung

von

Sauerstoff

eine

Oxidation

von

anorganischen

Farbstoffmolekülen

bewirken

sollen.

Grundsätzlich

wird

zwischen

Methoden

zur

Aufhellung

vitaler

und

devitaler

(wurzelkanalbehandelter)

Zähne unterschieden.

Bleichen verfärbter, vitaler Zähne

Vitale

verfärbte

Zähne

können

von

extern

aufgehellt

werden.

Aufhellungsgel

wird

in

häuslicher

Anwendung

(meist

während

der

Nacht)

mit

Hilfe

von

individuellen

Bleichschienen

auf

die

zu

bleichenden

Zähne

aufgetragen.

Zwischen

der

toxikologisch

bedenklichen

und

der

eventuell

verschluckten

Mengen

an

Bleichgel

liegt

ein

Sicherheitsfaktor

von

über

100

vor.

Es

sollen

immer

individuell

angefertigte

Schienen

verwendet

werden, damit die verwendete Menge an Gel möglichst gering bleibt.

Die

ersten

deutlichen

Aufhellungen

können

nach

etwa

8

bis

10

Tagen

beobachtet

werden.

Zu

den

Nebenwirkungen

gehören

Zahnfleischirritationen

wie

auch

Überempfindlichkeit

der

Zähne.

Diese

Nebenwirkungen

sind

entweder

vorübergehender

Natur

oder

durch

einfache

zahnärztliche

Maßnahmen

korrigierbar.

Bleichen

verfärbter,

wurzelbehandelter Zähne

Entstehung der Verfärbung

Durch

Unfallverletzungen

des

weichen

Gewebes

im

Zahninneren

(Zahnmark)

oder

bei

der

Wurzelkanalbehandlung

kommt

es

zu

einer

Blutung

in

die

kleinen

Kanälchen

der

inneren

harten

Zahnsubstanz

(Zahnbein).

Dort

werden

die

roten

Blutkörperchen

aufgelöst.

Aus

dem

roten

Blutfarbstoff

wird

Eisen

freigesetzt.

Dieses

bildet

eine

dunkle

Verbindung, welche die Grauverfärbung des Zahnes bewirkt.

Prinzip des internen Bleichens

Solche

Zahnverfärbungen,

die

in

Folge

des

Absterbens

des

Zahnmarks

auftreten,

lassen

sich

meist

sehr

gut

aufhellen.

Dafür

werden

verschiedene

"Zubereitungen"

von

Wasserstoffperoxid

eingesetzt.

Da

sich

im

Zahn

kein

lebendiger

Nerv

mehr

befindet,

ist

die

gesamte

Behandlung

völlig

schmerzfrei.

Das

Bleichmittel

kann

in

den

Zahn

"eingefüllt"

werden

und

längere

Zeit

von

innen

nach

außen

wirken.

Um

die

Körpergewebe

in

der

Umgebung

des

Zahnes

vor

dem

"radikalen"

Bleichmittel

zu

schützen,

muss

es

im

Zahn

ohne

Verbindungsmöglichkeit

zur

Mundhöhle

hin

dicht

und spaltfrei eingeschlossen sein.

Vorbereitung

Die

Wurzelfüllung

selbst

muss

vollständig

und

dicht

sein.

Deshalb

wird

vor

der

Bleichbehandlung

mit

einer

Röntgenaufnahme

kontrolliert,

ob

die

Wurzelfüllung

die

Wurzelkanäle

komplett

ausfüllt,

oder

zunächst

erneuert

werden

muss.

Undichte

Füllungen

des

Zahnes

werden

gegen

dicht

abschließende endgültige oder provisorische Füllungen ausgetauscht.

Durchführung

Um

einen

Hohlraum

für

das

Bleichmittel

zu

schaffen,

wird

der

ursprüngliche

Zugangsweg

für die

Wurzelbehandlung

wieder eröffnet.

Sehr

stark

verfärbtes

Zahnbein

kann

von

innen

direkt

mit

einem

kleinen

Bohrer

entfernt

werden.

Die

Wurzelkanalfüllung

wird

so

weit

wie

möglich

abgetragen

und

durch

eine

Unterfüllung

zusätzlich

abgedichtet.

Nach

dem

Einbringen

des

Bleichmittels

in

den

Hohlraum

dient

eine

vorläufige

Füllung

als

dichter

Verschluss

der

Zugangsöffnung

zur

Mundhöhle.

Die

Bleichmitteleinlage

kann

nun

selbstständig

wirken,

während

der

Patient

unbehindert

seine

übliche Lebensführung fortsetzt.

Dies

ist

die

seit

Jahrzehnten

bewährte

"Walking­bleach-Technik".

Meist

zeigt

sich

schon

nach

wenigen

Tagen

eine

Aufhellung.

Die

Wirkung

des

Bleichmittels

wird

im

Laufe

der

Zeit

schwächer.

Spätestens

nach

jeweils

einer

Woche

sollte

es

durch

frisches

Material

ersetzt

werden,

so

lange,

bis

der

gewünschte

Aufhellungseffekt

eingetreten

ist.

Dann

wird

das

Bleichmittel

entfernt

und

der

Zahn

gründlich

gereinigt.

Es

ist

empfehlenswert,

den

Zahn

einige

Tage

ohne

Einlage

"ausdampfen"

zu

lassen,

um

eine

optimale

Haftung

der

endgültigen

Füllung

zu

ermöglichen.

Schließlich

kann

der

Hohlraum

mit

einer

geklebten,

zahnfarbenen

Kompositfüllung

verschlossen werden, die den Zahn zudem stabil

isiert.

Bleichen der Zähne

Andreas Ras MSc

Oralchirurgie Implantologie Zahnmedizin