Andreas Ras MSc

Oralchirurgie Implantologie Zahnmedizin
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Amalgamfüllung

Amalgam

besteht

aus

Quecksilber,

Silber

und

Zinn

sowie

Spuren

von

anderen

Metallen.

Nach

dem

Zusammenmischen

ist

Amalgam

formbar

und

wird

in

den

vom

Zahnarzt

vorbereiteten

Zahn

"gelegt".

Nach

einigen

Stunden

ist

Amalgam

hart

und

bildet einen dauerhaften Verschluss.

Verglichen

mit

den

anderen

Materialien

ist

Amalgam preiswert und sehr beständig.

Seit

über

150

Jahren

wird

es

verwendet,

ebenso

lang

heiß

diskutiert:

das

Amalgam,

der

gebräuchlichste

Füllungswerkstoff

für

kariöse Zähne.

Kunststoff - Füllung

Diese

zahnfarbene

Füllung

wird

nach

entsprechender

Vorbereitung

des

Zahnes

Schicht

für

Schicht

eingeklebt

und

gehärtet.

Die

Füllungstechnik

erfordert

erheblich

mehr

Zeit

und

Materialaufwand

als

das

Legen

einer

Amalgamfüllung.

Sie

gilt

als

echte

Alternative,

wenn

man

bereits

Füllungen

aus

anderen

Metallen

im

Mund

hat

oder

gesundheitliche

Bedenken

gegen

Amalgam

bestehen.

Deshalb

ist

in

den

letzten

Jahren

ein

deutlicher

Trend

zu

Kunststofffüllungen

im

Seitenzahnbereich

zu

beobachten.

Diese

Kunststoffe

nennt

der

Zahnarzt

"Komposites".

Nur

etwa

ein

Drittel

ist

tatsächlich

Kunststoff,

zwei

Drittel

bestehen

beispielsweise

aus

kleinsten

Glas-

und

Quarztweilchen.

Vor

circa

30

Jahren,

als

diese

Zahnfüllungen

entwickelt

wurden,

waren

sie

für

die

kaudrucktragenden

Seitenzähne

nicht

geeignet.

Neue

Inhaltsstoffe

und

Verarbeitungsverfahren

der

letzten

Jahre

ließen

sie

immer

haltbarer

werden.

Die

bedeutendste

Verbesserung

ist

die

Entwicklung

neuer

Kleber,

die

es

ermöglichen,

Zahn

und

Füllung

dauerhaft

zu

verbinden.

Genau

hier

liegt

aber

das

Problem.

Etwas,

was

geklebt

wird,

muss

sauber

und

trocken

sein.

Der

Mund

ist

jedoch

mit

Speichel

benetzt

und

unzählige

Bakterien

produzieren

laufend

Abfallstoffe.

Deshalb

bedient

sich

der

Zahnarzt

bei

der

perfekten

Kunststofffüllung

eines

Hilfsmittels.

Ein

Gummituch,

genannt

Kofferdam,

wird

über

die

zu

behandelnden

Zähne

gespannt.

Jetzt

werden

diese

für

die

Behandlung

gesäubert,

mit

einer

Säure

vorbehandelt

und

der

Kleber

wird

aufgetragen.

Alle

Komposites

schrumpfen

während

der

Aushärtung.

Deshalb

wird

die

Kunststoffmasse

in

kleinen

Einheiten

(Mehrschichttechnik)

in

das

Zahnloch

eingebracht

und

jedes

Mal

mit

einer

speziellen

Lampe

gehärtet.

Gleichzeitige

Versiegelungen

der

gesunden Zahnsubstanz können die Füllung ergänzen.

Der

Aufwand

ist

mehr

als

doppelt

so

hoch

wie

bei

Amalgamfüllungen.

Im

Seitenzahnbereich

sind

aber

nur

kleine

bis

mittelgroße

Wiederherstellungen

mit

diesen

Materialien

möglich.

Wird

dieser

Aufwand

nicht

geleistet

oder

die

höchstzulässige

Füllungsgröße

missachtet,

ist

die

Füllung

lediglich

als

Dauerprovisorium zu werten.

Diese

Dauerprovisorien

sind

sinnvoll,

wenn

der

Zahn

später

weitergehend

versorgt

werden

soll.

Gleichzeitig

sind

sie

auch

ein

Problem.

Wegen

des

tollen

Aussehens

ignorieren

einige

Patienten

die

weitere

Behandlungsnotwendigkeit.

Die

Füllung

wird

unbemerkt

undicht.

Außerdem

senkt

sich

wegen

des

hohen

Abriebs

allmählich

der

gesamte

Biss,

und

eine

Kiefergelenkerkrankung

kann

entstehen.

Deshalb

sollte

der

zahnärztliche

Rat,

übergroße

Kunststofffüllungen

allmählich

durch

stabilere

Materialien

zu

ersetzen,

unbedingt

befolgt

werden.

Geeignet

dafür

sind

zum

Beispiel

Gold

oder

Keramik

.

Bei

einer

amalgamfreien

Zahnsanierung

kommen

oft

mehrere

der genannten Materialien zum Einsatz.

Bei

optimalen

Voraussetzungen

sind

Kompositfüllungen

nahezu

ideal:

Die

Haltbarkeit

kann

heute

durchaus

mit

der

des

Amalgams

verglichen

werden,

für

das

Legen

der

Füllung

braucht

aber

deutlich

weniger

Zahnsubstanz

geopfert

werden.

Optisch

sind

sie

vom

natürlichen

Zahn

selbst

vom

Zahnarzt

kaum zu unterscheiden.

Dr. J

ürgen Zitzen

Keramikinlay´s (Einlagefüllung)

Von

der

natürlichen

Zahnsubstanz

kaum

zu

unterscheiden

sind

diese

zahnfarbenen

Einlagefüllungen.

Sie

befriedigen

damit

die

höchsten

ästhetischen

Anforderungen.

Bei

bestimmten

Defekten

ist

ihre

Stabilität

allerdings problematisch.

Einlagefüllungen

aus

Keramik

oder

Kunststoff

werden

mit

einem

speziellen

Kleber

im

Zahn

befestigt

.

Die

Einlagefüllung

erfordert,

unabhängig

vom

verwendeten

Material,

die

höchste

Präzision

und

zahnärztliche

Kunst.

In

der

Regel

werden

Einlagefüllungen

außerhalb

des

Mundes

-

im

zahntechnischen

Labor

oder mit Hilfe von

Cerec

- hergestellt.

Goldinlay

Seit

Jahrzehnten

bewährt

und

bisher

unübertroffen:

Gold.

Die

Gold-

Einlagefüllung

(

Inlay

)

wird

im

Labor

hergestellt

und

mit

einem

zahnmedizinischen

Zement

in

den

vorbereiteten Zahn eingefügt.

Gold

gehört

zu

den

bewährtesten

Materialien

in

der

Zahnheilkunde.

Ausgrabungen

belegen,

dass

schon

vor

4.500

Jahren

die

Ägypter

Golddrahtgebinde

zur

Schienung

gelockerter

Zähne

benutzten

und

vor

3.000

Jahren

die

Etrusker

aus

Goldstreifen

kronenähnliche

Gebilde

herstellten.

Heute

noch

ist

Gold

ein

hervorragender

Werkstoff

in

der

Zahnbehandlung,

auch

für

mittlere

bis

große

Füllungen

ist

es

in

der

Haltbarkeit

und

Verträglichkeit

unerreicht.

Außerdem

bietet

Gold

neuen

zahnschädlichen Bakterienablagerungen wenig Angriffsfläche.

Dem

gegenüber

steht

ein

großer

Aufwand

bei

der

Herstellung:

Der

Zahnarzt

eröffnet

die

Karies

oder

entfernt

die

alte

Zahnfüllung,

präpariert

eine

typische

Form

im

Zahn

und

erstellt

einen

Abdruck.

Der

Zahntechniker

gießt

die

Abformungen

mit

einem

Spezialgips

aus,

fertigt

darauf

eine

individuelle

Form

aus

Wachs

und

überführt

diese

mittels

Gusstechnik

(ähnlich

dem

Glockenguss)

in

die

endgültige

Füllung.

Nach

Anpassung

kann

der

Zahnarzt

sie

nun

mit

Spezialzementen

in

das

Zahnloch

einsetzen.

Den

Laien

mag

erstaunen,

dass

mit

dieser

Technik

eine

Präzision

bis

zu

50

Tausendstel

Millimeter erreicht werden kann.

Möglich

sind

diese

Goldrestaurationen

für

fast

alle

Defektgrößen.

Goldinlay´s

und

Goldeinlagefüllung

nennt

man

die

kleinen

Füllungen;

muss

die

gesamte

Kaufläche

wieder

hergestellt

werden,

spricht

man

von

Onlay´s

oder

Teilkronen

;

und

wenn

der

gesamte

sichtbare

Teil

des

Zahnes

überzogen

wird,

heißt es

Krone

.

Zahnmedizinisches

Gussgold

ist

kein

reines

Gold,

sondern

eine

Legierung,

die

aus

verschiedenen

Metallen

besteht

und

als

Medizinprodukt

zertifiziert

wird.

Vor

ungefähr

10

Jahren

wurden

oft

so

genannte

Sparlegierungen

auf

Palladiumbasis

verwendet.

Heute

ist

jedoch

ein

deutlicher

Trend

zu

Edelmetalllegierungen

zu

beobachten.

Modernes

Zahngold

ist

damit

deutlich

hochwertiger als beispielsweise 18-karätiges Schmuckgold.

Gold

hat

seine

eigene

Optik

und

ist

deshalb

nicht

bei

allen

Patienten

gleichermaßen

beliebt.

Aber

auch

mit

Gold

kann

eine

ästhetische

Zahnheilkunde

erzielt

werden:

Im

Seitenzahngebiet

vor

allem

im

Oberkiefer

fällt

es

oft

weniger

auf

als

beispielsweise

Amalgam.

Und

wem

es

nicht

gefällt:

Gold

kann

mit

Keramik

"verblendet"

werden.

Die

meisten

weißen

Kronen

sind

Verblendmetallkeramiken

,

innen

Gold,

außen

Keramik.

Die

keramische

Masse

wird

auf

den

Metallkern

in

mehreren

Schichten

aufgebrannt,

ähnlich

wie

bei

der Emailliertechnik.

Bei

höchsten

optischen

Ansprüchen

besteht

das

Gerüst

aus

Feingold.

Mit

der

Galvanotechnik

wird

auf

elektronischem

Wege

ein

hauchdünnes

Käppchen

aus

reinem

Gold

als

Gerüst

für

die

Keramik

hergestellt.

Die

erreichbare

Präzision

und

naturgetreue

Farbwirkung

der

Krone

ist

selbst

der

bewährten

Verblendmetallkeramik

überlegen.

Der

Werkstoff

Gold

ist

und

bleibt

in

der

modernen

Zahnheilkunde

unentbehrlich,

auch

wenn

man

ihn

nicht

immer

als

solchen erkennt.

Kariesversorgung

Andreas Ras MSc

Oralchirurgie Implantologie Zahnmedizin