Andreas Ras MSc

Oralchirurgie Implantologie Zahnmedizin
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Allgemeine Entstehung der Gingivitis und Parodontitis

Entzündliche      

Parodontalerkrankungen      

zählen      

zu      

den      

häufigsten

Erkrankungen      

des      

Menschen.      

Bei      

der      

Ursache      

(Ätiologie)      

der

Parodontalerkrankungen          

werden          

drei          

Hauptursachenkomplexe

unterschieden:    

der    

bakterielle    

Zahnbelag

    

(Plaque),    

funktionelle    

oder

pathophysikalische     

Störungen     

sowie     

im     

Körperinneren     

entstehende

(endogene) Einflüsse.

Die Plaque

Eine  

entzündliche  

Veränderung  

des  

Zahnfleisches

(Gingiva)         

und         

des         

Zahnhalteapparates

(Parodontium)   

wird   

durch   

die   

Besiedelung   

des

Zahnhalsbereiches      

und      

des      

randständigen

Zahnfleisches        

(marginale        

Gingiva)        

durch

Mikroorganismen   

eingeleitet.   

Bei   

unzureichender

Mundhygiene

  

entwickelt  

sich  

im  

weiteren  

Verlauf

ein  

dicht  

verfilzter,  

zäher,  

gelblichgrauer  

Belag  

von

Mikroorganismen     

(Plaque),     

der     

sich     

in     

die

Zahnzwischenräume  

und  

in  

die  

Zahnfleischfurche

ausdehnt.  

In  

dieser  

Plaque,  

die  

nicht  

wegzuspülen

oder   

wegzusprühen   

ist,   

sind   

über   

300   

Spezies

vertreten.

Die     

bakterielle     

Besiedelung     

leitet     

krankhafte

Reaktionen  

und  

Gewebsveränderungen  

im  

Bereich

des  

Zahnhalteapparates  

ein.  

Je  

dicker  

die  

Plaque

wird,  

desto  

mehr  

Mikroorganismen  

findet  

man,  

die

im Rahmen von Parodontalerkrankungen eine Rolle spielen.

Im weiteren Verlauf bilden sich Zahnstein

und    

unterhalb    

des    

Zahnfleischsaums

 

befindliche    

Anhäufungen    

(subgingivale

Konkremente).

Bakterien und Immunsystem

Die     

folgende     

entzündliche     

Veränderung     

des

Zahnhalteapparates   

wird   

durch   

bakterielle   

giftige

(toxische)   

Stoffwechselprodukte   

verursacht,   

die

die  

körpereigene  

Abwehr  

mobilisieren.  

Im  

Rahmen

dieses          

"Zweikampfes"          

zwischen          

den

Mikroorganismen                      

und                      

ihren

Stoffwechselprodukten       

einerseits       

und       

der

Immunabwehr  

der  

Körpers  

andererseits  

kommt  

es

zunächst   

zu   

entzündlichen   

Veränderungen   

des

Zahnfleisches     

mit     

Schwellung,     

Rötung     

oder

Blutungsneigung,

nachfolgend   

jedoch   

auch   

zu   

Entzündungen   

des

 

gesamten    

Zahnhalteapparates,    

der    

im    

Verlauf

dieser      

immunologischen      

Auseinandersetzung

sukzessive       

zerstört       

wird.       

Es       

entstehen

Zahnfleischtaschen,     

der     

Kieferknochen     

wird

abgebaut     

und     

es     

können     

Knochentaschen

entstehen.

Die  

Zähne  

werden  

locker  

und  

gehen  

verloren,  

wenn

keine entsprechende

Parodontaltherapie

 erfolgt.

Bei  

mehrwurzeligen  

Zähnen  

kann  

es  

im  

Verlauf  

des

Knochenabbaus  

dazu  

kommen,  

dass  

der  

Knochen,

der  

sich  

zwischen  

den  

Zahnwurzeln  

befindet,  

so

weit    

zurückgeht,    

dass    

die    

Teilungsstelle    

der

Wurzeln  

(Furkationen)  

vom  

Knochen  

freigelegt  

und

dieser     

Bereich     

nur     

noch     

von     

entzündlich

verändertem           

Gewebe           

bedeckt           

wird

(Granulationsgewebe).

Bei   

den   

Erkrankungen   

des   

Zahnfleisches   

lassen

sich verschiedene Formen unterscheiden.

Gingivitis

In   

den   

meisten   

Fällen   

entsteht   

eine   

Zahnfleischentzündung   

(Gingivitis)   

in

enger  

ursächlicher  

Beziehung  

zum  

bakteriellen  

Zahnbelag

  

(Plaque).  

Diese  

so

genannte    

durch    

Plaque    

hervorgerufene    

(plaqueinduzierte)    

Gingivitis    

ist

dadurch  

gekennzeichnet,  

dass  

der  

bakterielle  

Zahnbelag  

-  

insbesondere  

die

Stoffwechselprodukte    

der    

Bakterien    

-    

diese    

Entzündung    

auslöst    

und

unterhält.  

Das  

Zahnfleisch  

ist  

dann  

gerötet,  

geschwollen,  

blutet  

leicht  

und

kann     

schmerzen.     

Mit     

geeigneten     

Mundhygienemaßnahmen

     

ist     

die

plaqueinduzierte Gingivitis meist leicht zu beheben.

Hormonelle  

Einflüsse  

wie  

beispielsweise  

in  

der  

Pubertät  

oder  

während  

des

Menstruationszyklus,  

besonders  

aber  

auch  

während  

einer  

Schwangerschaft,

können  

die  

Entzündungsneigung  

des  

Zahnfleischs  

erhöhen.  

Das  

Zahnfleisch

kann   

dann   

eher   

die   

genannten   

Entzündungszeichen   

aufweisen.   

Während

dieser  

Zeiten  

ist  

eine  

besonders  

sorgfältige  

Mundhygiene  

zu  

empfehlen.  

In

der    

Regel    

geht    

die    

erhöhte    

Entzündungsbereitschaft    

nach    

Ende    

der

hormonellen  

Umstellung  

wieder  

zurück.  

Grunderkrankungen  

wie  

zum  

Beispiel

der     

Diabetes     

mellitus     

oder     

verschiedene     

Bluterkrankungen     

sowie

Medikamenteneinflüsse   

oder   

Vitaminmangel

   

können   

weiterhin   

zu   

einem

gesteigerten Entzündungsrisiko führen.

Parodontitis

Auch  

bei  

der  

Parodontitis  

(Entzündung  

des  

gesamten  

Zahnhalteapparates)

lassen  

sich  

verschiedene  

Formen  

abgrenzen:  

Die  

chronische  

Parodontitis  

ist

die    

häufigste    

Form,    

die    

über    

Jahre    

voranschreitet    

und    

einer    

speziell

angepassten   

Mundhygiene   

bedarf.   

Der   

Zahnarzt   

wird   

in   

aller   

Regel   

eine

Parodontalbehandlung

   

durchführen,   

die   

das   

weitere   

Voranschreiten   

der

Parodontitis  

verhindert  

und  

zumindest  

teilweise  

zu  

einer  

Regeneration  

des

Zahnhalteapparates    

führt.    

Aber    

auch    

bei    

einer    

Parodontitis    

können

verschiedene  

Allgemeinerkrankungen  

eine  

Rolle  

spielen,  

die  

den  

Verlauf  

und

den Schweregrad beeinflussen.

Weiterhin   

unterscheidet   

man   

lokalisierte   

oder   

generalisierte   

aggressive

Parodontitisformen,    

die    

häufig    

mit    

einer    

schubweisen    

fortschreitenden

Zerstörung  

des  

Gewebes  

einhergehen.  

Nicht  

selten  

treten  

diese  

Varianten

familiär    

gehäuft    

auf    

und    

bedürfen    

besonders    

intensiver    

zahnärztlicher

Betreuung.

Ulzerierende Entzündungen

Eine   

spezielle   

Form   

ist   

die   

nekrotisierende   

ulzerierende   

Gingivitis   

bzw.

Parodontitis.    

Hierbei    

kann    

es    

durch    

abgestorbenes    

oder    

auch    

von

Geschwüren  

befallenes  

Gewebe  

sehr  

schnell  

zum  

Gewebsverlust  

im  

Bereich

des    

Zahnhalteapparates    

kommen.    

Verloren    

gegangenes    

Gewebe    

des

Zahnhalteapparates  

kann  

in  

diesen  

Fällen  

häufig  

nur  

ungenügend  

regeneriert

werden.  

Bei  

diesen  

Formen  

können  

weitere  

Einflüsse  

wie  

das  

Rauchen  

oder

auch  

das  

Vorhandensein  

eventueller  

Grunderkrankungen  

eine  

beeinflussende

Rolle spielen.

Zahnbetterkrankungen

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