Andreas Ras MSc

Oralchirurgie Implantologie Zahnmedizin
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Geschlossene Kürettage mit Ultraschall

Als primäres Ziel bei der Therapie gilt es, 

den Entzündungsprozess zu stoppen und 

einen weiteren Abbau des 

Zahnhalteapparates zu verhindern.

In den meisten Fällen kann man dieses Ziel 

durch Optimierung der 

Mundhygienemaßnahmen und durch die 

Entfernung der subgingival (unter dem 

Zahnfleisch) liegenden weichen und harten 

Beläge erreichen.

Letzteres kann durch die Anwendung von  

Ultraschallinstrumenten entfernt werden.  

Die Entfernung von subgingivalen Ablagerungen geschieht durch:  

1. Vibration der Instrumentenspitze 

2. Spray- und Kavitationseffekt der Sprühflüssigkeit.  

Da bei den Ultraschallschwingungen Hitze entsteht, muss die Spitze des 

Geräts immer mit Kochsalz gekühlt werden. 

Offene Kürettage

Die offene Kürettage ist eine seit mehr als 80 Jahren erprobte und bewährte 

Methode zur Behandlung fortgeschrittener, entzündlicher 

Zahnbetterkrankungen. Eine fortgeschrittene, entzündliche 

Zahnbetterkrankung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Zahnfleisch 

rötlich verfärbt und geschwollen ist und zu 

Blutungen neigt. Es haben sich 

Zahnfleischtaschen gebildet, die bis zum 

knöchernen Zahnhalteapparat reichen. 

Durch professionelle Zahnreinigung, 

umfangreiche Vorbehandlung, geschlossene 

Kürettage und intensive Mitarbeit des 

Patienten wird die Entzündung des 

Zahnbetts therapiert. Sehr häufig jedoch 

bilden sich die vertieften Zahnfleischtaschen 

durch diese Maßnahmen nicht zurück. Die 

verbliebenen Taschen sind durch die 

häusliche Mundhygiene nicht belags- und 

keimfrei zu halten. Schon nach kurzer Zeit 

kommt es zu neuen Entzündungsschüben im 

Bereich dieser Zahnfleischtaschen . 

Ziel der offenen Kürettage ist es, unter 

direkter Sicht das Entzündungsgewebe zu 

beseitigen, die Wurzeloberflächen zu 

reinigen und ein entzündungsfreies Zahnbett 

ohne vertiefte Zahnfleischtaschen wiederherzustellen, damit das Gebiss- 

System mit Hilfe der häuslichen Mundhygiene langfristig erhalten werden 

kann.

Durchführung

Das für die offene Kürettage vorgesehene Gebiet wird örtlich betäubt, das 

Weichgewebe  

wird mit 

einem 

Skalpell 

schonend von 

den Zähnen 

und teilweise 

vom 

knöchernen 

Zahnbett 

gelöst.  

Mit speziellen Handinstrumenten (Küretten) 

werden nun unter direkter Sicht anhaftende 

Beläge und Keime von den 

Wurzeloberflächen abgeschabt und das 

Entzündungsgewebe entfernt. 

Wenn nötig kann der zahntragende 

Knochenbereich korrigiert und modelliert 

werden.

Nach sorgfältiger Kontrolle wird das  

Weichgewebe wieder an den Zähnen mit 

Nähten befestigt, die in der Regel nach einer 

Woche entfernt werden.

Da während der ersten Tage nach der offenen Kürettage die häusliche 

Mundhygiene im Operationsgebiet zunächst eingeschränkt ist, sollte zur 

Verhinderung einer Keimbesiedlung täglich mit einer desinfizierenden 

Lösung gespült werden.  

Zahnfleichbehandlung

Andreas Ras MSc

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