Andreas Ras MSc

Oralchirurgie Implantologie Zahnmedizin
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Resektion einer Zahnwurzelspitze

Wurzelspitzenresektion im Frontzahnbereich

Eine Resektion der Wurzelspitze sollte 

immer dann durchgeführt werden, wenn 

der abgestorbene Zahn seitens seines 

Zahnhalteapparates erhaltbar (also z. B. 

nicht stark gelockert) ist und über eine 

normale Wurzelfüllung kein 

ausreichender Verschluss des 

Wurzelkanals zur Entfernung der 

apikalen Parodontitis (Entzündungsherd 

an der Wurzelspitze) erreicht werden 

kann.

Für diesen Eingriff in örtlicher  

Betäubung muss das Zahnfleisch, das 

den Knochen, in dem die Wurzel sich 

befindet, bedeckt, aufgeschnitten und 

zur Seite geschoben werden.

Danach wird der Knochen, der von der 

Mundvorhofseite die Wurzelspitze des 

Zahnes bedeckt, mit einer rotierenden 

Fräse entfernt, sodass die Wurzelspitze 

auf wenigen Quadratmillimetern frei zu 

sehen ist. Danach trennt der Zahnarzt 

diesen wenige Millimeter langen 

Wurzelspitzenanteil mit einer weiteren 

Fräse glatt ab.

Wenn der Zahn bereits vor der Operation  

eine ausreichende Wurzelfüllung  

erhalten hat, kann jetzt nach Spülung 

des Wundgebietes bereits wieder 

zugenäht werden. Andernfalls bringt der 

Zahnarzt, nach Auffeilen des 

Wurzelkanals auf eine definierte Größe, 

im Anschluss eine definitive, dichte 

Wurzelfüllung in den Kanal ein, sodass 

von der Mundhöhle keine Keime mehr in 

die Tiefe in den Knochen vordringen 

können. Danach erfolgt der 

Wundverschluss mit mehreren Nähten, die etwa fünf bis sieben Tage nach 

Operation entfernt werden.

Nach einer Wurzelspitzenresektion sollte die Wunde von außen lokal 

gekühlt werden. Sport sollte ebenso wie Nikotingenuss für einige Tage 

vermieden werden. Im Falle einer Wundinfektion, die im Oberkiefer- 

Frontzahnbereich bei korrekter Indikationsstellung für diesen Eingriff aber 

relativ selten ist, wird der Zahnarzt entweder nur ein Antibiotikum 

verordnen oder auch durch lokale Maßnahmen der Entzündung 

entgegenwirken. Die ein bis zwei Tage nach Operation bestehende 

Schwellung wird ebenso wie der Wundschmerz in den Folgetagen 

abklingen. Gegen die Schmerzen wird ein Schmerzmittel verordnet.

Wurzelspitzenresektion im Seitenzahnbereich des Oberkiefers

Die Resektion der Wurzelspitze wird 

notwendig, wenn die Entzündung der 

Wurzelspitze einschließlich des 

umgebenden Knochens (apikale 

Parodontitis) durch konservative 

Maßnahmen nicht zu beheben ist. Auf 

dem Röntgenbild stellt sich diese 

Entzündung als dunkler Bereich rings 

um die Wurzelspitze dar. Durch eine im 

Bereich der Wurzelspitze monatelang 

ablaufende Entzündungssituation kann 

es zum Abbau der Knochensubstanz 

kommen. Ursache hierfür ist eine Wurzelfüllung, die nicht regelgerecht 

dem Wurzelverlauf folgt und dadurch keinen sicheren Abschluss des 

Wurzelkanals vor Bakterien aus der Mundhöhle über ihre gesamte Länge 

gewährleistet.

Die typische Schnittführung für den  

operativen Zugang geschieht von der 

Wangenseite. Wegen der erwartbaren 

Eröffnung der Kieferhöhle wird der 

Schnitt im Bereich des 

Zahnfleischrandes gelegt. Damit kann 

eine Kieferhöhleneröffnung in jedem Fall

sicher verschlossen werden. Eventuell 

muss zusätzlich noch ein Schnitt im 

Bereich des Zahnfleischrandes auf der 

Gaumenseite erfolgen, wenn die 

gaumenseitige Wurzel von der 

Wangenseite nicht erreichbar ist. Dies kann entweder in einem späteren 

Zweiteingriff oder aber auch im selben Eingriff erfolgen. 

Nach Abfräsen des bedeckenden 

Knochens wird die betroffene 

Wurzelspitze dargestellt und mit einer 

Fräse um einige Millimeter gekürzt. 

Diese Kürzung sollte bis in einen 

Bereich erfolgen, in dem mit der 

Wurzelfüllung ein sicherer Verschluss 

der "neuen", gekürzten Spitze erreicht 

wird. Nach Kürzung erfolgt die 

abschließende Glättung der "neuen" 

Spitze.

Im Bereich der Wurzeln oberer  

Oberkieferbackenzähne kommt es oft zu 

einer operativen Eröffnung der 

Kieferhöhle, die anatomisch bedingt 

häufig nicht zu vermeiden ist. Die 

Nahtversorgung des äußeren, 

wangenseitigen Zugangs erfolgt mittels 

einiger EinzeIknopfnähte. Zwischen den 

Zähnen wird jeweils eine Naht von außen

auf die Gaumenseite und von dort 

zurück geführt, um die regelrechte 

Anlagerung der Schleimhaut in dieser 

kritischen Region zu erreichen. 

Wenn ein zusätzlicher Zugang von der Gaumenseite angelegt wurde, 

sollte ungefähr bis eine Woche nach Operation eine so genannte 

Verbandsplatte (durchsichtiger, ca. 1,5 mm dicker Plastikkörper, der über 

die Zähne geschoben wird und selbsttätig eingesetzt bzw. entfernt werden 

kann) getragen werden, um eine sichere Wiederanlagerung und damit 

Heilung der abgeschobenen Gaumenschleimhaut an die Gaumenwölbung 

zu gewährleisten.

Etwa sechs Monate nach Operation ist 

bei regulärer Wundheilung die 

vollständige knöcherne Ausheilung zu 

erwarten. Auch die Perforation zur 

Kieferhöhle ist damit wieder sicher 

knöchern verschlossen. 

Wurzelspitzenresektion im Seitenzahnbereich des

Unterkiefers

Die Resektion der Wurzelspitze wird 

notwendig, wenn die Entzündung der 

Wurzelspitze einschließlich des 

umgebenden Knochens (apikale 

Parodontitis) durch konservative 

Maßnahmen nicht zu beheben ist. Auf 

dem Röntgenbild stellt sich diese 

Entzündung als dunkler Bereich rings 

um die Wurzelspitze dar. Ursache hierfür 

ist der durch die Entzündung 

hervorgerufene Knochenabbau. Die 

Entzündung wird durch eine insuffiziente 

Wurzelfüllung, die das Eindringen von Bakterien in den Wurzelkanal 

erleichtert, verursacht. 

Die typische Schnittführung für den  

operativen Zugang geschieht von der 

Wangenseite. Zur Verbesserung der 

Operationsübersicht sollte auf eine 

andere Schnittführung in dieser Region 

verzichtet werden. Die Schleimhaut wird 

nach Schnitt zusammen mit der 

Knochenhaut vom darunter liegenden 

Knochen abgeschoben. 

Nach Abfräsen des bedeckenden 

Knochens wird die betroffene 

Wurzelspitze mit einer Fräse um einige 

Millimeter gekürzt. Diese Kürzung sollte 

bis in einen Bereich hinein erfolgen, in 

dem mit der Wurzelfüllung ein sicherer 

Verschluss der "neuen", gekürzten 

Spitze erreicht wird. Nach Kürzung 

erfolgt die abschließende Glättung der 

"neuen" Spitze. Sowohl beim Aufsuchen 

der Wurzel als auch bei allen folgenden 

operativen Schritten muss der Operateur 

den Verlauf des Unterkiefernervens, welcher neben den Zähnen auch die 

Unterlippe sensibel versorgt, beachten und diesen durch vorsichtige 

Operationstechnik und andere geeignete Maßnahmen schützen.

Nach Zurückschlagen des Schleimhaut-  

bzw. Knochenhautlappens wird dieser 

mit einigen Einzelknopfnähten über dem 

knöchernen Defekt verschlossen. Wegen 

der besseren Wiederanlagerung des 

Lappens wird zwischen den Zähnen 

jeweils eine Naht bis zur Schleimhaut 

auf der Innenseite des entsprechenden 

Zahnes hindurch und dann zurück zur 

Wangenseite geführt.

Etwa sechs Monate nach Operation ist 

bei regulärer Wundheilung die 

vollständige knöcherne Ausheilung zu 

erwarten.

Andreas Ras MSc

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