Andreas Ras MSc

Oralchirurgie Implantologie Zahnmedizin
© Andreas Ras Kalkstr.122 51377 Leverkusen webmaster@andreasras.de

Formveränderung mittels direktem Kompositaufbau

Die Nichtanlage von Zähnen führt 

besonders im Frontzahnbereich zu 

ästhetischen Einschränkungen. 

Betroffen sind häufig die seitlichen 

Schneidezähne. In der Regel steht 

dann der Eckzahn direkt neben dem 

mittleren Schneidezahn und wirkt 

dort wegen seiner spitzen Form 

etwas "fehl am Platze".

Es stört zudem oftmals auch die 

durch die spitzere Eckzahnform 

verursachte kleine Lücke zum 

mittleren Schneidezahn hin. Man kann den Eckzahn - oder auch einen zu 

klein geratenen Zapfenzahn - mit relativ einfachen Mitteln in direkter 

Technik mit Komposit aufbauen, etwas einkürzen und somit leicht zu 

einem seitlichen Schneidezahn umgestalten. Am Zahn selbst wird kaum 

etwas geschliffen; lediglich ein leichtes Anrauen der Klebestelle ist 

erforderlich.

Trockenlegung

Damit der Aufbau an der Zahnhartsubstanz kleben kann, ist eine 

komplizierte Vorbehandlung notwendig. Die Fernhaltung von Speichel ist 

unbedingt erforderlich, da Speichel ein optimales Isoliermedium darstellt 

und jede Art von Klebung an die Zahnhartsubstanz verhindern kann. Aus 

diesem Zweck muss entweder der Bereich um den Zahn sorgfältig mit 

Watterollen abgedämmt oder über den Zahn ein Gummituch (Kofferdam) 

zur Isolierung gezogen werden.

Anätzen des Zahnschmelzes

Mit Phosphorsäuregel wird nun die  

Zahnsubstanz auf der Klebefläche 

angeätzt. Der Zahnschmelz besteht 

aus parallel angeordneten 

Schmelzprismen. Die Zentren und 

die Umgebung dieser Prismen 

lassen sich mit Säuren 

unterschiedlich weit an- bzw. 

wegätzen. Durch dieses "selektive" 

Ätzen entsteht nach Absprühen des 

Ätzgels (20- bis 37,5%ige 

Phosphorsäuregele) eine enorm 

vergrößerte Oberfläche auf dem Zahnschmelz, die eine sehr dauerstabile 

Mikroverzahnung zwischen dem Zahn und dem Haftvermittler ermöglicht.  

Auftragen des Haftvermittlers  

Dieses Prinzip der Oberflächenvergrößerung wird generell bei vielen 

Klebe- oder auch Lackiervorgängen verfolgt. Auf dem angeätzten 

Zahnschmelz wird ein spezieller Haftvermittler aufgebracht, der in das 

entstandene Oberflächenrelief einpenetrieren kann. Dieser Haftvermittler 

wird mit Blaulicht ausgehärtet, wodurch er sich fest in der 

Zahnhartsubstanz verkrallt. An diese Kunststoffschicht kann jetzt 

wiederum chemisch das eigentliche Füllungsmaterial anbinden.

Auftragen des Komposits

Da ein natürlicher Zahn aus 

Zahnbein (Dentin) und Zahnschmelz 

besteht, die jeweils 

unterschiedliche Farben und 

Transparenzen aufweisen, muss 

Vergleichbares mit unterschiedlich 

opaken (lichtundurchlässigen) 

Kompositmaterialien simuliert 

werden. Es wird zuerst ein Kern aus 

einer lichtschluckenderen, opaken 

Kompositfarbe aufgebaut, um ein 

Durchscheinen der dunkleren 

Mundhöhle durch die Füllung hindurch zu vermeiden. Dies entspricht 

dem Dentinkern des Zahnes. Die restlichen Bestandteile des 

Zahnschmelzes werden mit eigens hierfür vorgesehenen, transparenteren 

(lichtdurchlässigeren) Materialien 

aufgebaut, um ein Lichtspiel und  

Reflexionsverhalten wie im 

natürlichen Zahn zu erhalten.

Bei derartigen Versorgungen und 

hohen ästhetischen Ansprüchen 

des Patienten kann mit Hilfe einer 

aufwändigen Schichttechnik unter 

Verwendung unterschiedlich 

lichtdurchlässiger (opaker) 

Kompositmaterialien die natürliche 

Erscheinung eines Zahnes so 

täuschend echt imitiert werden, 

dass der entstandene "Aufbau" und 

somit die Umformung in eine andere

Zahnform nach Ausarbeitung und 

Politur 

nicht mehr als solche zu erkennen 

ist. 

Zahnform

Andreas Ras MSc

Oralchirurgie Implantologie Zahnmedizin
Startseite Startseite Praxis Praxis Mitarbeiter Mitarbeiter Patienteninformationen Patienteninformationen Berufsordnung Berufsordnung Impressum Impressum Lachgassedierung Säubern der Zähne Aufhellen der Zähne Kosmetische Korrekturen Krankheitsvorbeugung Zahnehalteaparat Zahnerkrankungen Chirurgische Eingriffe Kiefergelenke Zahnlücke