Andreas Ras MSc

Oralchirurgie Implantologie Zahnmedizin
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Entstehung von Zahnhalsdefekten

Als  

Zahnhals  

bezeichnet  

man  

den  

Übergang  

von

der  

Zahnkrone,  

die  

mit  

Zahnschmelz  

bedeckt  

ist,

zur  

Zahnwurzel.  

Hier  

beginnt  

meist  

der  

Bereich

des         

Wurzelzements,         

einer         

wesentlich

empfindlicheren Struktur als der Zahnschmelz.

Dieser  

Wurzelzement,  

eine  

Auflagerung  

auf  

dem

Zahnbein  

(Dentin)  

der  

Zahnwurzel,  

vermittelt  

über

Fasern  

den  

Halt  

des  

Zahnes  

im  

Knochen.  

Somit

ist   

der   

Wurzelzementbereich   

eines   

Zahnes   

von

dem    

Zahnhalteapparat,    

bestehend    

aus    

diesen

Fasern und dem Kieferknochen, umgeben.

Aufgrund            

eines            

Rückganges            

des

Zahnhalteapparates,       

beispielsweise       

bedingt

durch  

eine  

chronische  

Zahnbetterkrankung

,  

kann

diese  

schützende  

Umgebung  

fehlen.  

Der  

so  

den

Einflüssen  

der  

Mundhöhle  

schutzlos  

ausgelieferte

Wurzelzement  

legt  

dann  

stellenweise  

das  

darunter  

befindliche  

Zahnbein  

frei,

das  

aufgrund  

einer  

Verbindung  

zum  

Nerv  

des  

Zahnes  

schmerzempfindlich

auf Außenreize reagieren kann.

Generell  

unterscheidet  

man  

die  

oben  

genannten  

Zahnhalsempfindlichkeiten

von  

Zahnhalsdefekten,  

bei  

denen  

ein  

Substanzverlust  

der  

Zahnhartsubstanz

vorliegt.

Zahnhartsubstanzdefekte    

(Zahnhalsdefekte)    

können    

in    

diesem    

Bereich

unterschiedliche Ursachen haben:

1.  

Durch  

eine  

falsche  

Zahnputztechnik  

wird

 

die          

empfindliche          

Struktur          

des

Wurzelzements oder

des   

Wurzeldentins   

durch   

die   

Zahnbürste

über Jahre hinweg »weggebürstet«.

Es  

kommt  

zu  

so  

genannten  

»Putzdefekten«,

das  

heißt  

zu  

künstlich  

durch  

die  

Zahnbürste

geschaffenen  

Rillen  

und  

Ausbuchtungen,  

in

die     

die     

Zahnbüste     

bei     

jedem     

Putzen

»einfädelt«  

und  

so  

die  

Situation  

über  

die  

Zeit

immer verschlimmert.

2. Aussprengungen von Zahnschmelz durch

Fehlbelastung: Der Zahnschmelzmantel

besteht aus einzelnen, parallel angeordneten

Prismen, die am Zahnhalsbereich annähernd

horizontal ausgerichtet sind. Da der Zahn

nicht starr ist, sondern in gewissen Grenzen

eine Eigenelastizität aufweist, können sich

bei Fehlbelastungen solche Schmelzanteile

herauslösen. Es entstehen meist

scharfkantige Defekte.

Diese Defekte können zum Teil direkt am

oder sogar unter dem Zahnfleischrand liegen

und vom Patienten visuell gar nicht wahrgenommen werden.

Zahnhalsdefekte

Andreas Ras MSc

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